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4 Dinge, die euch von kreativem Arbeiten und Spaß beim Zeichnen abhalten

Jun 23, 2019 | Tipps & Tricks | 0 Kommentare

Seid ihr beim Zeichnen auch schon mal ins Stocken gekommen und es fühlte sich auf einmal nicht mehr nach Spaß an? Oder wurde dir deine ganze kreative Energie ausgesaugt, nachdem du mehrere Stunden nach Inspiration gesucht hast oder auf Profilen verschiedener Künstler hängen geblieben bist?

Es gibt Kreativitäts-Killer, die dich von kreativem Arbeiten und deinem Fortschritt abhalten. Folgend führe ich 4 Punkte auf, mit Tipps und Tricks, wie du dich davon lösen kannst, um dich frei zu entfalten.

MACHT DER PERFEKTION

Perfektion ist ein absoluter Kreativitäts-Killer. Wenn sich die Sucht nach Perfektion bemerkbar macht, geht es nicht mehr um den Spaß am Zeichnen, sondern darum, dass ihr dem Drang nachgebt, ständig alles zu verbessern zu wollen und damit das große Ganze aus dem Auge verliert.
Erfahrungsgemäß weiß ich, dass wenn ich meinem Drang zu sehr nachgebe, Bilder nach meiner Überarbeitung sehr statisch sind, sie verlieren die Lockerheit und die Atmosphäre, die das Bild besonders machen. Es ist so, als wenn ihr versuchen würdet Pflanzen, Menschen oder die Natur mit Geodreieck, Lineal und Zirkel zu zeichnen.

Tipp: Versuche also dem Drang nicht nachzugeben und Zeichnungen ruhen zu lassen. Wenn ihr das ganze aus der Ferne betrachtet mit zeitlichem Abstand, könnt ihr euch neu auf das Bild einlassen und eventuelle Fehler objektiver betrachten.

DAS VERGLEICHEN MIT ANDEREN

„Ich bin aber nicht so gut wie …“, „der kann das viel besser!“, „Ich will genau so gut zeichnen können wie …“ – Versuche zu akzeptieren, dass Vergleiche mit anderen dir den Spaß nehmen. Jeder hat einen anderen Zugang zum Zeichnen, manche zeichnen bereits Jahre und haben ein ganz anderes Level, als das, in dem du dich derzeit befindest. Indem du ständig vergleichst, schätzt du deine Fortschritte weniger wert. Du willst besser sein als andere und betrachtest deine Arbeiten nie für sich selbst stehend und statt dich über ein fertiges, schönes Bild zu freuen, machst du dir deinen Enthusiasmus und dein Glück durch das Vergleichen zunichte.
Ich selbst bin damit bereits öfters konfrontiert worden. Ich wollte genau so gut zeichnen wie Pernille Orum, Qinnih oder anderen Künstler, bis ich irgendwann verstanden habe, dass man das überhaupt nicht vergleichen kann, weil die beiden Künstlerinnen ganz andere Voraussetzungen, Techniken und Ideen haben. Sie dienen nach wie vor als Inspiration für mich, aber die Konzentration liegt auf meinem kreativen Schaffen und das macht einfach Spaß!

Tipp: Versuche also dich von anderen zu lösen, das was du zeichnest, lässt sich mit keinem anderen Künstler auf der Welt vergleichen. Zeichnen ist keine Matheaufgabe für die es DIE EINE Lösung gibt.

SOCIAL MEDIA UND REIZÜBERFLUTUNG

Pinterest hier, Instagram da, Facebook, Artstation und weitere Plattformen. Überall lauern die Gefahren der Prokrastination und Ablenkung. Du suchst nach Inspiration, klickst auf den ersten Beitrag, der dir ins Auge springt und bekommst vom Algorithmus dazu passende Einträge angezeigt. Bis du bemerkt, dass du dich in einem Sog an Unmengen von Bildern und Eindrücken befindest, ist der Kopf völlig überfordert und überflutet von Ideen und Eindrücken.

In diesem Zustand kannst du dich selten noch auf eine Idee konzentrieren, von überall her kommen neue Eindrücke und Bilder, die du verarbeiten willst. Und am Ende fängst du gar nicht erst an, dich überhaupt hinzusetzen und zu zeichnen, weil du das Gefühl hast, sowieso schon tausend bessere Arbeiten gesehen zu haben und deine Idee auf einmal gar nicht mehr so toll ist.

Tipp: Versuche, dich an den Tisch zu setzen, deine Materialien auszubreiten und lasse dich völlig auf das Zeichnen ein. Du kannst nach wie vor nach Inspiration suchen, aber nutze diesen Vorgang nicht als Faktor um loszulegen. Wenn du ehrlich bist, ist es auch oft ein Akt der Prokrastination. Eine Ausrede dafür, nicht selbst zeichnen zu müssen aus Angst, deine Komfortzone zu verlassen und dich auf die Ideen anderer verlassen willst. Also lass’ einfach mal das Handy liegen und verlasse dich auf die Kreativität aus der Walnuss aus deinem Kopf. Du glaubst gar nicht, was da alles zustande kommen kann!

ZU HOHER DRUCK

Negative Gedanken, die Angst zu versagen, die Angst davor, niemals einen Fortschritt zu sehen. „Wenn ich jetzt nicht noch mehr zeichne, werde ich NIE besser!“ „Ich muss heute unbedingt weiter zeichnen und besser werden“, „Ich will das und noch 3 weitere Zeichnungen heute fertig machen!“ – Am besten trägst du dir noch eine Uhrzeit und Gesamtdauer ein, stellst einen Wecker dazu und das „Zu hoher Druck“-Paket ist komplett! Du musst gar nichts! Gehe freier an die Sache heran. Nimm dir nicht, bevor du mit dem Zeichnen angefangen hast, zu viel vor. Das unterbricht den Fluss und nimmt dir sämtlichen Spaß an der Sache. Wenn du im Hinterkopf hast, worauf du dich noch stürzen MUSST, killst du damit deine Kreativität und gehst zu technisch und gefühllos an die Sache heran.

Tipp: Wenn du im Hinterkopf hast, worauf du dich noch stürzen MUSST, killst du damit deine Kreativität und gehst zu technisch und gefühllos an die Sache heran.
Es ist nicht verkehrt, sich regelmäßig Zeit zum Zeichnen einzuräumen, aber wenn du es aus Spaß tust, enge dich nicht mit Terminen, Zeitdruck und Pflichten ein. Du willst zeichnen, weil es dir gut tut und nicht, weil es irgendwer von dir verlangt! Und der Fortschritt wird sich auch zeigen, wenn du das ganze nicht zu ernst nimmst!

Ich freue mich, wenn dir die Tipps helfen, dich frei zu entfalten und in den Genuss von Spaß und kreativem Arbeiten zu kommen! Bis zum nächsten Mal und weiterhin viel Spaß in der Welt der Kreativität! 

Hey, it’s me!

Ich bin Vanessa aus Köln, 29 Jahre alt und ich liebe das Zeichnen bereits seit Kindertagen. Auf meiner Seite habe ich für dich allerhand kreative Ideen rund ums Thema Zeichnen, Tipps und Tricks zu verschiedenen Techniken und nützliche Anleitungen und Inspiration um selbst mitzuzeichnen oder anders kreativ zu sein!

Viel Spaß!

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